Wasserkraft und Wasserwirtschaft

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Das Ingenieurbuero Prof. Dr. Hafner ist seit mehr als 15 Jahren auf dem Gebiet Wasserkraft und Wasserwirtschaft taetig. Neben Planung und Bauueberwachung von Projekten umfassen unsere Leistungen:

 

Auf dieser Seite finden Sie einige Beispiele fuer Projekte:

Wasserkraftanlage in Cottbus

Kleinwasserkraftanlage in Emmerich

Kanalisationsmassnahme in Herten


Neubau der Wasserkraftanlage "Grosses Spreewehr", Cottbus     

Cottbus

Ansicht der Wasserkraftanlage vom Oberwasser

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Vorhaben

Ziel der Projekts war, ein Laufwasserkraftwerk linksseitig an einem vorhandenen Wehr an der Spree bei Cottbus zu errichten und den erzeugten Strom in das oeffentliche Netz einzuspeisen. Um das Landschaftsbild nicht zu beeintraechtigen und um den Denkmalschutzauflagen der Behoerden zu genuegen, wurde eine besondere technische Gestaltung des Krafthauses notwendig. Eigentuemer und Betreiber der Anlage ist die Wasserkraft-Gesellschaft Cottbus mbH, Tochtergesellschaft der Stadtwerke Cottbus GmbH.  

Cottbus 2

Technisches Konzept

Die Anlage ist mit einer doppelt-geregelte Kaplan-Rohrturbine mit einer maximalen elektrischen Leistung von 290 kW ausgeruestet. Das Laufrad hat einen Durchmesser von 1,90 m. Die Ausbaufallhoehe betraegt 2,50 m und der Ausbaudurchfluss Q  = 15,0  m³/s. In Abhaengigkeit von der Wasserfuehrung der Spree betraegt die mittlere jaehrliche Stromproduktion mehr als 2.000 MWh.

Folgende technische Innovationen wurden realisiert:

Wirtschaftlichkeit

Die Gesamtinvestition fuer das Projekt betrugen 2,23 Millionen Euro. Die Europaeische Kommission und das Land Brandenburg haben das Projekt als innovatives und umweltschonendes Vorhaben unterstuetzt. Der erzeugte Wasserkraftstrom wird in das Netz des lokalen Energieversorgers ESSAG, Energieversorgung Spree-Schwarze Elster Aktiengesellschaft, Cottbus eingespeist und mit 0,078 Euro verguetet. Die Amortisationsdauer liegt bei 15 Jahren.

 

Beitrag zum Klimaschutz

Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft substituiert Strom aus fossilen Energietraegern. Jaehrlich werden so rund 2.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2), 14,2 Tonnen Schwefeldioxid (SO2), 5,6 Tonnen Stickoxide (NOx), 1,8 Tonnen Kohlenmonoxid (CO) und 360 kg Staub vermieden. 

Turbine


Zusammenfassung

Aufgrund des technischen Designs fuegt sich die Anlage gut in das Landschaftsbild ein. Die maximale Leistung der Turbine im Dauerbetrieb betraegt 290 kW(el). Die Anlage weist bemerkenswert hohe Wirkungsgrade fuer den Generator und fuer das innovative Einschubkegelradgetriebe auf. Die Wasserkraftanlage arbeitet aeusserst zuverlaessig und hat eine sehr hohe betriebstechnische Verfuegbarkeit. Die Inbetriebnahme erfolgte im Dezember 1996.

 

Entwurf, Ingenieurplanung und Bauueberwachung: Ingenieurbuero Prof. Dr. Hafner

 

EuropaflaggeDieses Vorhaben wurde durch das "Thermie Programm zur Foerderung erneuerbarer Energietraeger" der Europaeischen Kommission, DG XVII, unterstuetzt.


Kleinwasserkraftanlage in Emmerich

(Inbetriebnahme Juni 2000)

Logo Abwasserwerke Emmerich  

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Abwasserwerke Emmerich

Blackweg 40

46446 Emmerich 

  Lageplan der Kläranlage
 
Lageplan der Klaeranlage

Ausgangslage

Die ehemalige Hansestadt Emmerich liegt am Niederrhein bei Flusskm 852, in der Naehe der hollaendischen Grenze. Hier leben und arbeiten heute 30.000 Menschen. Die Stadt betreibt eine moderne biologische Klaeranlage mit einer Groesse von 195.000 EWG. Die zu behandelnden Abwassermengen schwanken zwischen 300 und 3000 m³/h in der Spitze.

Das gereinigte Wasser der Klaeranlage fliesst ueber einen offenen Kanal in den Ablaufschacht. Dort faellt das Wasser ungenutzt ca. 4,0 Meter tief und gelangt ueber eine Rohrleitung in den Rhein. 

Blick auf den Ablaufkanal und Schacht

Blick auf den Ablaufkanal und Schacht  

Wasserkraftnutzung

Die Hoehendifferenz des abfliessenden Wassers zu nutzen und die enthaltene potentielle Energie in elektrischen Strom zu wandeln, ist die Grundidee dieses Vorhabens. In den Ablaufschacht wurde deshalb nachtraeglich eine Wasserturbine zur Stromerzeugung eingebaut. 

Diese Form der Energierueckgewinnung ist fuer Klaeranlagen innovativ. Es bietet sich eine gute Chance, voellig neue Wasserkraftpotentiale zu erschliessen. Als Vorbild kann diese Anlage auch andere Betreiber anregen.

 

Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz  

Die Abwasserwerke Emmerich tragen mit dieser Massnahme zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Jede kWh Strom aus Wasserkraft ersetzt Strom aus fossilen Energietraegern, entlastet die Atmosphaere und schuetzt unser Klima. Die kleine Wasserkraftanlage ist in der Lage, die CO2-Emissionen jaehrlich um ca. 72.000 kg zu reduzieren und vermeidet weitere Emissionen wie Schwefeldioxid, Stickoxid, Kohlenmonoxid und Staub. Wasserkraftstrom koennte auch Strom aus der Kernenergie substituieren. So kann durch diese kleine Anlage bereits jaehrlich 0,2 kg Atommuell vermieden werden.

 

Wirtschaftlichkeit

Der Wasserkraftstrom ist nicht nur sehr umweltfreundlich, er traegt - wenn auch in geringem Masse - zur Senkung der Betriebskosten bei. Es ergeben sich daraus gleichermassen oekologische und oekonomische Vorteile fuer den Klaeranlagenbetreiber und natuerlich auch fuer die Buerger der Stadt.

Die weiteren Vorteile sind:

  

Technische Daten der Wasserkraftanlage

 

Durchströmturbine

Durchstroemturbine mit Generator  

Bauherr

Abwasserwerke Emmerich
Blackweg 40
46446 Emmerich
Werkleiter: Dipl.-Ing.
R. Antoni
Tel.: 02822 / 92 56 0     Fax: 02822 / 92 56 49

Planung und Bauueberwachung: Ingenieurbuero Prof. Dr. Hafner / Ingenieurbuero Dr. Koeppke GmbH 

Kanalisationsmassnahme Resser Bach, Stadt Herten

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Der Resser Bach ist ein Nebengewaesser der Emscher. Gemeinsam mit dem Backumer Bach entwaessert der Resser Bach als Hauptvorfluter den oestlichen Teil der Stadt Herten. Das Gesamteinzugsgebiet ist 1.238 ha gross, wobei das kanalisierte Einzugsgebiet eine Flaeche von 707 ha umfasst. Die versiegelte Flaeche betraegt 225 ha. Der Resser Bach ist ein offener, mit Sohlschalen ausgebauter Schmutzwasserlauf. 

Resser Bach

Resser Bach 

Die Entflechtung und oekologische Umgestaltung des Resser Baches einschliesslich des Baus der Abwasserkanaele und Anlagen zur Regenwasserbehandlung ist ein Projekt im Rahmen des Umbaus des Emscher Systems. 

Der Bau des Abwasserkanals hat hohe Prioritaet erlangt, da der Resser Bach aufgrund zugenommener Bebauung und Flaechenversiegelung sowie durch die fortschreitende Bergsenkung an der Grenze der hydraulischen Leistungsfaehigkeit angelangt ist. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur sicheren Ableitung des Schmutzwassers wird der Bau eines Hauptsammlers mit einem Durchmesser von 2,50 m und einer Gesamtlaenge von 1500 m zwischen Bach-km 4,00 bis km 5,50 als vorgezogene Umbaumassnahme erforderlich. Aufgrund begrenzter Platzverhaeltnisse und der grossen Tiefenlage unter Gelaende muss der Sammler auf einer Laenge von 750 m in Rohrvorpressung gebaut werden. 

Rohrvorpressung

Startschacht der Rohrvorpressung

 

Auftraggeber: Emschergenossenschaft, Essen

Entwurf und Ingenieurplanung: Ingenieurbuero Prof. Dr. Hafner

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